Textilindustrie Asien – Ein mörderisches Geschäft

Sie ist schick, gut verarbeitet und noch dazu unschlagbar günstig – Mode made in Kambodscha. Doch wäre das neue Shirt immer noch das neue Lieblingsteil, wenn sein Träger wüsste, unter welch mörderischen Bedingungen es entstanden ist? Schwer vorzustellen.

Knochenarbeit für einen existenzbedrohenden Hungerlohn

Zehn Stunden harte Arbeit am Stück sind in Kambodschas Textilindustrie derzeit nicht mehr wert als 80 US-Dollar, umgerechnet 78,7 CHF. Mit diesem mickrigem Monatsgehalt könnte der Schweizer Durchschnittsbürger wohl nicht einmal eine Woche auskommen.
Doch der niedrige Lohn ist noch nicht einmal das schlimmste Übel. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen übertreffen jede Vorstellung. Zehn Stunden oder länger in überfüllten, unklimatisierten Hallen an der Nähmaschine zu schuften – diese Zustände werden der Würde des Menschen nicht mehr gerecht. Kreislaufprobleme bis hin zum völligem Zusammenbruch sind die Folge der mörderischen Arbeitsbedingungen. Und dann wirft die harte Arbeit noch nicht einmal genug Geld ab, um die eigene Existenz länger als ein paar Wochen zu sichern.
Doch sobald die Näherinnen ihre Stimme gegen die Ungerechtigkeit erheben, werden Sie mit Gewalt wieder zum Schweigen gebracht. Erst vor kurzem wurden einige Demonstrantinnen während eines Aufstandes von den anwesenden Polizeikräften bedroht und sogar ernsthaft verletzt.

Der Kindheit beraubt

Kambodscha Kinderarbeit

Kinderarbeit in Kambodscha

Aber nicht nicht nur die Erwachsenen haben unter den “textilen” Misständen Kambodschas zu leiden. Selbst die Kleinen, Unschuldigen bleiben nicht verschont. So ist Kinderarbeit in Kambodscha an der Tagesordnung. Anstatt ihre kindliche Freiheit und Unbeschwertheit zu genießen, verbringen sie den ganzen Tag über an der Nähmaschine. Die miserablen Arbeitsverhältnisse lassen sie nicht einmal in Ruhe Kind sein.